Deutschen Prellball-Seniorenmeisterschaft in Bochum
Lange hielt sich der Traum vom in der Heimatstadt errungenen Deutschen Meistertitel für Frisch-Auf Altenbochums Prellballer. Erst im Endspiel zerplatzte dieser schöne Traum, doch am Ende überwog die Freude über die anfangs nicht für möglich gehaltene Silbermedaille.
Der Linden-Dahlhauser TV hatte den Zuschlag für die Ausrichtung der Deutschen Senioren-Meisterschaft bekommen (Bei den Prellballern ist man ab 29 schon Senior). Und nachdem Bürgermeisterin Schäfer die Meisterschaft am Samstagmorgen für eröffnet erklärt hatte, ging es gleich mit einem Lokalduell los: Linden-Dahlhausen gegen die favorisierten Altenbochumer, die sich langsam, aber sicher, in Führung prellten. Dennoch konnte sich Frisch-Auf nicht entscheidend genug absetzen, und als nach drei Viertel der Spielzeit ein Bruch ins Spiel der Altenbochumer eintrat, kam der „Underdog“ bis auf einen Punkt an Frisch-Auf heran.
Im zweiten Spiel gegen Stuttgart setzte sich das zerfahrene Spiel der Altenbochumer fort: Mit 37:43 stand man auf verlorenem Posten.
Auch gegen Hannover-Ricklingen sah es zunächst nach einer Niederlage aus: Mit 16:22 wurden die Seiten getauscht, doch dann glaubte man eine andere Altenbochumer Mannschaft zu erleben. Nur wenige Punkte wurden dem Gegner gestattet, und der letztjährige Finalist wurde mit 35:32 doch noch distanziert.
Gegen Weiler im Allgäu ließ Frisch-Auf nichts mehr anbrennen und qualifizierte sich durch ein überdeutliches 48:35 für die K.O.-Spiele am 2. Tag.
Hier war der erste Gegner die SKG Ober-Ramstadt bei Darmstadt. Frisch-Auf wirkte beim 42:31 so abgeklärt, ausgeruht und spielfreudig, dass bei den Zuschauern die Hoffnung auf mehr aufkam.
Im Halbfinale ging es dann gegen den bis dahin noch ungeschlagenen TV Wertheim. In diesem hochklassigen Spiel wuchsen Klaus Röhr, Dirk Zimmermann, Olaf Voß, Gerhard Mersch und Manfred Nachtigall über sich hinaus und ließen den Wertheimern – immerhin mehrfacher Deutscher Meister – nicht den Hauch einer Chance (39:34).
Somit bekamen die Zuschauer ein Endspiel mit Bochumer Beteiligung zu sehen.
Der Gegner war – wie in der Vorrunde schon einmal – der SV Stuttgart.
Doch im Gegensatz zum Vorrundenspiel war diesmal zunächst Frisch-Auf überlegen. Mit 20:17 wurden die Seiten gewechselt, doch dann riss der Faden. Der gegnerische Schlagmann steigerte sich immer mehr, man selbst erspielte nur noch 12 Punkte, und so ging erstmals ein Finale für dieses Team verloren.
Dennoch war man im Altenbochumer Lager bei der Siegerehrung hochzufrieden – mit Rang 2 hätte man vor der Meisterschaft nicht gerechnet. Aber, so Gerd Mersch: „Wenn man schon mal wieder im Finale ist, dann will man auch gewinnen.“
Das Foto zeigt die Finalisten vor dem Endspiel. Frisch-Auf links mit Olaf Voß, Dirk Zimmermann, Klaus Röhr, Gerd Mersch und Manfred Nachtigall.
